Rapunzel sitzt in ihrem Turmzimmer in einem Lehnstuhl vor einem Schreibtisch. Eine Decke liegt um ihre Schultern, auf ihrem Schoß sitzt ihr Siamkater. Auf dem Tisch stehen eine Teetasse und eine brennende Kerze; vor ihr steht ein Laptop. Im Raum sind überall Bücher verteilt.

Oh, Besuch in meinem Turm.
Herzlich willkommen

Wofür diese Webseite steht

Ich schreibe hier aus meiner eigenen Perspektive – als Frau, die schwere Missbrauchstaten überlebt hat und seit vielen Jahren mit den Folgen lebt. Mit Traumafolgestörungen, mit einem Alltag, der oft ganz anders aussieht als das Leben, das man von außen sieht, und mit dem ständigen Kampf darum, die Unterstützung zu bekommen, die mir eigentlich gesetzlich zusteht.

Ob Opferentschädigung, Schwerbehindertenausweis, Pflegegrad oder Erwerbsminderungsrente: Auf dem Papier gibt es Unterstützungsmöglichkeiten. In der Realität bedeutet das für mich und viele andere Betroffene häufig einen langen und kräftezehrenden Kampf. Und nicht jeder Kampf ist erfolgreich.

Ich habe dabei Dinge erlebt, die mich wütend gemacht haben, Dinge, die ich nicht verstanden habe, und vieles, das ich mir erst mühsam selbst erarbeiten musste.

Genau davon handelt diese Seite.

Meine Erfahrungen. Ganz nah dran. An meinem Alltag, an meinen Kämpfen, an meinen Erfolgen und an meinen Niederlagen. Aber auch an dem Wissen, das ich mir auf diesem Weg zusammengesucht habe.

Trauma: Rapunzel ist in ihrem Turmzimmer. An der Decke leuchten Sterne. Sie sitzt zusammengekauert auf einem schwarzen Polstersessel und hält die Hände vor dem Gesicht.

TRAUMA

Traumafolgestörungen

Wie Trauma den Alltag verändert, welche Symptome auftreten können und was Angehörige wissen sollten.
Mit Erklärhilfen, Selbsthilfe‑Ansätzen und Erfahrungen aus meinem eigenen Weg.

Unterstützung: Rapunzel ist in ihrem Turmzimmer. An der Decke leuchten Sterne. Sie steht am Fenster und liest einen Zettel.

UNTERSTÜTZUNG

Was gibts an Hilfe?

Welche staatlichen Hilfen gibt es? Welche funktionieren wirklich?
Hier findest du Erfahrungen, Tipps und Leistungen, die den Alltag erleichtern können.

Recherche: Rapunzel ist in ihrem Turmzimmer. An der Decke leuchten Sterne. Sie sitzt im Schneidersitz vor einem schwarzen Polstersessel, liest einen Zettel und schreibt den Inhalt in ein Buch. Um sie herum liegen viele Bücherstapel und Dokumente.

RECHERCHE

Infos, die ich gerne gehabt hätte

Alles, was hilfreich sein kann, Anliegen mit Belegen zu untermauern

Achtung! Diese Webseite ist im Umbau.

Weniger Blog, mehr Webseite!
Neue Optik- aber gleicher Ton 😉

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Dann trag Dich bitte in den Email- Verteiler ein.

Und weil es auch noch lange dauern wird, bis ich alles an den passenden Platz gerückt habe, habe ich für Euch eine Linkliste erstellt.
Ich musste das Theme wechseln und dieser Wechsel hat die bisherigen Vorlagen zerschossen.
Meine Aufgabe ist es nun, das Chaos zu beseitigen und alle Seiten und Blogbeiträge optisch anzupassen, zu aktualisieren und neu zu strukturieren…
Eine Sauarbeit und Ich mach das ganz alleine mit wenig Ahnung von Webdesign und nur mit freundlicher Unterstützung der WordPress KI. Und dann sind da ja auch noch meine Traumafolgestörungen, die eine zügige Umsetzung ausbremsen. Ich sag Euch, an diesem Ergebnis sitze ich seit Wochen. Also seid bitte gnädig beim Lesen

Die üblichen Verdächtigen nach traumatischen Erlebnissen

Das kann doch wohl nicht wahr sein

Hier wird Klartext geredet – über Dinge, die im Entschädigungsrecht, in Behörden und im Umgang mit Betroffenen gehörig nerven.

Wall of Shame: Rapunzel steht vor einer Wand in ihrem Turmzimmer. Überall kleben gelbe Post-its, auch auf dem schwarzen Sessel. Sie notiert wichtige Informationen auf einem Schreibblock.

WALL of SHAME

Rapunzel ist sauer. Sie schaut aus dem Fenster und schimpft; dabei hat sie die Hände in die Hüften gestemmt.

MECKERECKE

Niemand soll mehr sagen können,
er habe es nicht gewusst!

Kleine Quizrunde zu Rechtskram

Sind im SGB XIV gemäß § 3 Grundgesetz alle Menschen gleich?

Nein
Gleichbehandlung bedeutet nicht, dass für alle Menschen dasselbe Recht gilt. Im Sozialen Entschädigungsrecht können insbesondere Tatzeit und Übergangsrecht dazu führen, dass vergleichbare Fälle nach unterschiedlichen gesetzlichen Regelungen beurteilt werden.
Beleg: Art. 3 Abs. 1 GG; § 138 SGB XIV
Rapunzels Meinung: Dadurch bleibt vielen Betroffenengruppen weiterhin der Zugang zum Opferentschädigungsrecht versperrt. Es war eine Kostenbegrenzungsentscheidung der Regierung, den §10a OEG nicht abzuschaffen und ihm im SER einfach nur ein neues Gewand zu geben mit §138 SGB XIV und die Ungleichbehandlung sogar noch auszuweiten mit der Anerkennung psychischer Gewalt als Tatereignis

Ist das SGB XIV bundeseinheitlich?

Ja
Es ist Bundesrecht und gilt in ganz Deutschland.

Und trotzdem zeigen die OEG-Daten des WEISSEN RINGS erhebliche Unterschiede zwischen den Bundesländern: Je nachdem, wo ein Antrag bearbeitet wurde, waren die Anerkennungs- und Ablehnungsquoten deutlich verschieden.
Beleg: WEISSER RING, Statistik zur staatlichen Opferentschädigung 2023, zusammengestellt aus Zahlenmaterial der Landesversorgungsämter, Stand Februar 2025.
Rapunzels Meinung fällt hier der eigenen Zensur zum Opfer.

Hat die Reform des Sozialen Entschädigungsrechts neue Opfergruppen aufgenommen – und andere trotzdem ausgeschlossen?

Ja.
Mit dem SGB XIV wurden neue Opfergruppen und neue schädigende Ereignisse einbezogen – zum Beispiel Opfer bestimmter psychischer Gewalttaten sowie Menschen, die durch das Miterleben einer Tat oder das Auffinden eines Opfers geschädigt wurden. Gleichzeitig blieben andere vergleichbare Opfergruppen außerhalb der gesetzlichen Regelung. Schon im Gesetzgebungsverfahren wurde beispielsweise kritisiert, dass Opfer institutioneller Gewalt nicht ausdrücklich in § 13 oder § 14 SGB XIV aufgenommen wurden.

Beleg: §§ 13, 14 SGB XIV; BT-Drs. 19/13824.

Das alte Opferentschädigungsgesetz (OEG) wurde 2019 abgeschafft – stimmt das?

Nein
Das neue Gesetz wurde zwar 2019 beschlossen und verkündet, das OEG blieb aber noch bis zum 31. Dezember 2023 in Kraft. Erst zum 1. Januar 2024 trat das SGB XIV vollständig an seine Stelle. Doch das OEG ist nicht weg. Du stellst heute einen Antrag nach SGB14, aber es wird weiterhin angewendet für Personen, die Opfer wurden vor Inkrafttreten des SGB XIV.
Beleg: Gesetz vom 12.12.2019, Art. 60 Abs. 7; BMAS.

Freie Wiedergabe einer mündlich abgegebenen Meinung einer Juristischen Person: Das OEG war ein gutes Gesetz. Es hätte nur hier und da einiger Erweiterungen bedurft, anstatt alles umzuschmeißen. Nun weiß erstmal keiner, wie welche Konstellationen zukünftig gewertet werden müssen. Die alte gewachsene Rundschreibenkollektion des BMAS kann nun ja nur noch als museales Anschauungsmaterial dienen. Und ob und wie noch ältere Urteile des BSG zum OEG zukünftig angewendet werden können, wird die Zeit zeigen. Neue BSG Urteile zu älteren OEG- Fällen sind zukünftig wohl auch nicht zu erwarten, obwohl weiterhin bei den Gerichten der dicke OEG-Wälzer auf dem Pult liegen wird.

Eine Frau ist jahrelang Opfer psychischer Gewalt. 2022 hat sie sich von ihrem Mann getrennt und die Gewalt hat geendet.
Das heutige Gesetz schützt Opfer psychischer Gewalt. Gilt das automatisch auch für sie?

Nein
Bei Altfällen können Übergangsregelungen dafür sorgen, dass eine frühere Rechtslage entscheidend bleibt.
Rapunzels Meinung: Du kannst aufgrund der Taten genauso schlimm dran sein wie eine Betroffene, die 2024 Opfer von Psychischer Gewalt wurde… und trotzdem wirst Du höchstwahrscheinlich leer ausgehen.

Meine Ärzte haben PTBS diagnostiziert? Dann ist die Kausalität doch automatisch bewiesen?

Nein
Eine Diagnose ist nicht dasselbe wie der rechtliche Nachweis der Schädigungsfolge. Aber: Bei psychischen Gesundheitsstörungen gelten besondere Regeln zur Kausalitätsprüfung.
Beleg: § 4 Abs. 4 und 5 SGB XIV
Rapunzels Meinung: Das ist die Achillesferse für viele OEG- Verfahren, besonders für Missbrauchsopfer.

Gibt es im OEG/SGB XIV einen eigenen Bescheid, der unabhängig vom Leistungsanspruch feststellt: „Sie sind Opfer einer Gewalttat geworden“?

Nein
Das Verfahren ist auf die Feststellung der Voraussetzungen für Leistungen ausgerichtet. Scheitert eine dieser Voraussetzungen, kann am Ende ein Ablehnungsbescheid stehen – auch dann, wenn die Gewalttat als solche nicht bestritten wird.
Beleg: §§ 2, 4, 13 SGB XIV.
Rapunzels Gedanke dazu: Man kann Opfer einer schweren Gewalttat sein – und trotzdem nur einen Ablehnungsbescheid in der Hand haben. Wie unempathisch kann eine Behörde sein, nach so einem schweren Verfahren die Betroffenen mit einem einzigen NEIN zurückzulassen.

„Dein Weg durch das OEG„

Was erlebten Betroffene auf ihrem Weg durch das Opfer- Entschädigungsverfahren?
Die Auswertung meiner Umfrage zeigt Erfahrungen, Probleme und wiederkehrende Muster

Kooperationspartner
Urheberin: Rapunzel
Sponsor: Gegen Missbrauch e.V.
Auswertung: Universitätsklinikum Ulm u. der Leitung von Prof. Dr. Fegert, Kontakt angebahnt von Gudrun Stifter

Rapunzel live und in Farbe auf TIKTOK

Aber nicht erschrecken, ich nutze für den Content einen AI- Gesichtsfilter zum Schutz meiner Identität und zum Schutz meiner Familie. Und was noch viel wichtiger ist: Dieser Filter hilft mir, etwas weniger „Ich“ zu sein. So kann ich Abstand zu schwierigen Themen schaffen und meine schlechten Gefühle etwas mehr kontrollieren. Dadurch bleibe ich etwas stabiler und dissoziiere nicht so schnell.
Trotzdem ist TikTok megaanstrengend für mich, ich bekomme in Lives oft Schweißausbrüche, der Kopf baut Druck auf, Ohrpiepen, Schwindel… Konversionsstörungen.

Den Kanal bediene ich entsprechend meiner geringen Belastbarkeit leider nur unregelmäßig. Ich schwanke immer wieder, ob ich das Format nicht besser lassen soll.
Ich bin da auch nur eine kleine Ameise im riesigen TikTok- Universum ohne Star-Ambitionen.

Rapunzel sitzt ziemlich fertig auf ihrem Polstersessel. Vor ihr steht ein Stativ mit ihrem Handy; sie nimmt ein TikTok-Video auf. Der Siamkater schaut ihr dabei zu.

Aber es macht auch Spaß, Videos zu erstellen und ich verspüre manchmal sogar ein kleines bischen Stolz auf meine Filmchen, auch wenn sie kaum einer sieht.

Und oft hilft mir das Schlüpfen in die Rolle des Creators auch dabei, Abstand in schwierigeren Alltags-Situationen zu bekommen und in den Funktionsmodus zu schalten oder mich zu Regulieren durch sachlichere Einordnen der Geschehnisse… oder einfach mal Dampf abzulassen, wenn ich frustriert bin 😉
Und ich freue mich, dass ich kontrolliert Kontakt zu meiner super Community halten kann.